„Ter Traum des Ret Marut"


Der Frühe B. Traven - eine musikalische literarische Räterevolution

„Ehe die Revolution ist, muss der Revolutionär sein!“

Ret Marut, „Der Ziegelbrenner“

 Der Schauspieler und Schriftsteller „Ret Marut“ (Otto Feige?) Akteur der Münchner Räterepublik, sollte 1919 standesrechtlich wie viele „Genossen“ erschossen werden -
„In wenigen Stunden besteige ich ein Schiff und habe damit aufgehört, für Europa zu existieren.“ Maruts Postkarte 1924 an Erich Mühsam
Einer der mysteriösesten Literaten des 20 Jahrhunderts lässt bis heute, 50 Jahre nach seinem Tod, viele Fragen offen.


Nach dem sehr erfolgreichen, von Kritikern wie Publikum, hochgelobten Solo-Abend über die unbekannten, vergessenen Jahre Karl Valentins im I. Weltkrieg - „Valentin und die laute Zeit“ - widmet sich der Münchner Schauspieler Franz Josef Strohmeier der zeitgleichen Schaffensperiode des „Ret Marut“ - einem der faszinierendsten und bis heute fast vergessenen Autoren der Münchner Literaten-Räterepublik.


1918 - 21 veröffentlichte der spätere Welterfolg-Autor B.Traven illegal, vom Zensus als Fachzeitschrift für „Maurer“ (so glaubte Oskar Maria Graf) eingestuftes, individual anarchistische Kampforgan: „Der Ziegelbrenner“ von Ret Marut. Nach Monaten als Chefzensor und treibende Kraft zur Sozialisierung der Presse, floh er nach erfolgter Niederschlagung der Münchner Räterepublik über London nach Mexico. Als Autor von 12 Romanen, vielen Erzählungen, nun mit dem berühmten Pseudonym B. Traven, thematisierte er weiterhin auf ironisch sarkastische Weise Kapitalismuskritik - sowie revolutionärsozialistische und anarchistische Themen. Mit insgesamt über 30 Millionen Gesamtauflage, Übersetzung in 24 Sprachen und zahlreichen Hollywood-Verfilmungen wurde er mit Werken wie:

„Das Totenschiff“, „Der Schatz der Sierra Madre“ (Hauptrolle: Humphrey Bogart), oder „Die Baumwollpflücker“ zu einem der international wirkmächtigsten Autoren. Und bis heute zur rätselhaftesten Figur unserer Literaturgeschichte.


Franz Josef Strohmeier folgt auch neuentdeckten Spuren des (einst Münchner) Literaten Ret Marut und dessen verschlüsseltem Pseudonyms, musikalisch kontrastiert von Maria Hafner u.a. auf dem Bandoneon/ Akkordeon

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